Süßes und Bitteres am Abend

Süß und bitter – dabei ging es für uns am 27.09.2023 nicht um Fragen der Geschmacksvielfalt, sondern die Aussage zum Evangelium, dem in der Offenbarung 10,9 beschriebenen Büchlein, setzte Apostel Ralph Wittich als Thema in den Fokus des Gottesdienstes.

Dieses schwer begreifbare Buch der Offenbarung Johannes, ein Buch mit sieben Siegeln, steht als Schluss im neutestamentlichen Kanon und ist eine Prophetie über die kommende Heilsgeschichte Gottes.

Die Bedeutung der zweideutigen Aussage „bitter im Magen – süß im Mund“ verdeutlichte Apostel Wittich an der Aussage Jesu (Matth. 10,32): „Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.“ Das Bekennen des eigenen Christseins und Inkaufnehmen möglicher Konsequenzen kann schon einen bitteren Beigeschmack besitzen. Jesu Zusage, für uns bei Gott einzustehen, ist dagegen Balsam für die Seele.

Das Evangelium, die frohe Botschaft, erscheint uns oft auch süß und zugleich bitter:

Gott liebt alle Menschen – wie gut tut diese Zusage. In der Konsequenz bedeutet dies aber auch, Gott liebt auch die, die wir seiner Liebe nicht wert erachten, die sie unserer Ansicht nach gar nicht verdient haben. Das kann einem schon bitter aufstoßen, das muss man erst einmal verdauen.

Vorbereitend auf die Feier des heiligen Abendmahls setzte Apostel Wittich den Fokus auf den Neuanfang: „…folge mir nach.“ (Matth.9,9) sprach Jesus zu Matthäus, dem Zöllner! Dem Kollaborateur mit den Römern, der bei allen unten durch ist. Jesus gab ihm – er gibt jedem Menschen – einen neuen Weg und eine neue Chance.

Die Gemeinde freute sich mit Laurine über ihre Geistestaufe. Apostel Wittich machte deutlich, dass Laurine und wir alle durch die Wiedergeburt Miterben Jesus sind. Wie schön: Er ist unser Bruder.

Im Gottesdienst wurde unser Gemeindevorsteher Evangelist Silvio Beyer von der Aufgabe als Vorsteher der Gemeinde Zschopau entlastet, diesen Auftrag erhielt nun Evangelist Bernd Junginger.

Die vielfältigen Aufgaben eines Gemeindevorstehers sind groß und der damit verbundene Anspruch hoch, deshalb freuen wir uns gemeinsam über die Ernennung von Priester Jens Morbach zum Vorstehervertreter für unsere Gemeinde.

Der vom Chor zum Ende des Gottesdienstes gesungene irische Segensgruß „Möge die Sonn‘ die scheinen“ ließ uns mit einem Gefühl von Freude und Zuversicht wieder in den Alltag gehen.