Gottesdienst mit Bezirksapostel Rüdiger Krause

Am 09.03.2025 besuchte Bezirksapostel Rüdiger Krause nach langer Zeit die Gemeinde Chemnitz. Dazu waren auch die Gemeinden Limbach-Oberfrohna und Zschopau eingeladen.

Freudig sang die Gemeinde zu Beginn des Gottesdienstes das Eingangslied „Liebster Jesu wir sind hier.“ Seinem Dienen legte er ein Bibelwort aus Jona 4 V. 1 – 3 zugrunde:

„Das aber verdross Jona sehr, und er ward zornig und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist’s ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war. Deshalb wollte ich ja nach Tarsis fliehen; denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen. So nimm nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben.“

Nach dem vorgetragenen Lied des Chores „Lord have mercy on my life.“ ging der Bezirksapostel zunächst auf die Barmherzigkeit Gottes ein, die auch heute noch für uns spürbar und gegenwärtig ist, denn Gott ändert sich nicht und auch nicht seine Verheißungen. Seine Versprechungen und das Evangelium der Liebe stehen fest. Hierzu verwies er auf die Begebenheit im Buch Daniel von den drei Männer im Feuerofen, die ganz drastisch aufzeigt, dass der Herr nicht irgendwo ist, sondern spürbar und manchmal auch sichtbar war und ist. Schadrach, Meschach und Abed-Nego haben bedingungslos dem Herrn vertraut. Sie überließen es Gott, ob er sie errettet. Wie ist das heute bei uns?

Bezirksapostel Krause forderte auf, auch in Bedrängnissen ganz klar zum Herrn zu stehen, sich nicht von ihm entfremden zu lassen, egal wie die persönlichen Verhältnisse oder die Verhältnisse in der Gemeinde gerade aussehen. Eigene Meinungen und Ansichten über andere Menschen, über deren Lebensweisen und Gewohnheiten halten dem Maßstab Gottes nicht stand.

So schildert es auch die Bibel im Buch Jona, der seine eigenen Gedanken und Meinungen als Israelit zu den Assyrern hatte. Ihnen sollte er auf Geheiß Gottes Buße predigen oder sie wären dem Untergang geweiht. Jona versuchte sich der Aufgabe durch Flucht zu entziehen. Aber Gott hatte andere Pläne mit Jona und dem Volk der Assyrer. Diese nahmen – zu Jona Erstaunen aber auch Entsetzen – seine Predigten an und taten letztendlich Buße, sodass das Volk errettet wurde. Jona selbst hatte andere Vorstellungen von Gerechtigkeit. Dies spiegelt das zugrundeliegende Textwort wider.

In seinem Mitdienen stellte Apostel Ralph Wittich noch einmal klar, dass es nicht um unsere eigene kleine Welt, selbstempfundene Gerechtigkeit und um eigene Wertmaßstäbe geht. Die Gerechtigkeit Gottes ist seine große Barmherzigkeit, Gnade und Güte. Hierzu ging er auch auf die Aussage des alten Geistlichen Augustinus „Wenn du es verstehst, dann ist es nicht Gott.“ ein. Apostel Wittich verwies auch noch einmal darauf, dass Jona selbst ein Beispiel Gottes Hilfe und Errettung ist, denn er überlebte drei Tage im Bauch des großen Fisches, bevor ihn der Fisch ausspie und wieder an Land spülte. Drei Tage waren es auch, die Jesus nach seiner Kreuzigung ins Reich der Toten ging und Buße denen predigte, die zu Noahs Zeiten nicht glauben konnten.

Im Weiteren Mitdienen ging der Vorsteher der Gemeinde Chemnitz Priester Jens Morbach auf die Wankelmütigkeit der Menschen ein. Diese bringt Gott nicht dazu, sich mit seiner Barmherzigkeit von den Menschen abzuwenden. Als Beispiel verwendete er den Auszug des israelitischen Volkes aus Ägypten, die sich zurücksehnten als erste Schwierigkeiten auftraten.

Wir sind aufgefordert selbst barmherzig mit den Nächsten umzugehen, nicht nur unsere eigenen Maßstäbe anzuwenden und um Verständnis bemüht zu sein.

Nach dem „Vater unser“, der Abendmahlsfeier und dem Abendmahl für die Entschlafenen beschlossen die Kinder den Gottesdienst stimmungsvoll mit dem Lied „Kinder dieser Welt“.